19. Juli 2011 10:51 Uhr
Ob Kinder schon im frühen Alter betreut werden sollen oder nicht, ist eine der großen Streitfragen in der deutschen Familienpolitik.
Die Jugendforscherin Donata Elschenbroich hält frühkindliche Erziehung bereits ab dem ersten Lebensjahr für sinvoll. Das sagte Elschenbroich im Deutschlandradio Kultur. Ein Betreuungsgeld, wie es die Bundesregierung angedacht hat, findet die Wissenschaftlerin dagegen nicht besonders förderlich. Sie betonte, es gebe noch so viel zu tun beim Ausbau und der Qualitätssteigerung der öffentlichen Erziehung, dass man das Geld zunächst dort einsetzen solle. Das nütze dem einzelnen Kind mehr, als wenn kleine Almosen an die Familien verteilt würden.
Gestern hatte die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer im Deutschlandfunk darauf bestanden, das Betreuungsgeld trotz des Sparzwangs einzuführen. Geplant sind 150 Euro pro Monat an Familien, die ihre Kinder unter drei Jahren nicht in Kitas oder Kindergärten geben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)