20. Juli 2011 07:54 Uhr
Der Riachuelo in Argentinien ist der schmutzigste Fluss Lateinamerikas - obwohl die Politik schon mehrfach versprochen hat, ihn zu säubern.
Er fließt durch die Hauptstadt Buenos Aires und ist voll mit städtischen Abwässern und Fabrikabfällen. An seinen Ufern leben etwa fünf Millionen Menschen, viele in Elendssiedlungen.
Eine Ausstellung wirft nun einen ironisch-künstlerischen Blick auf die Umweltprobleme. Zum Beispiel wird ein bekanntes Foto mit dem Künstler Benito Quinquela Martín umgestaltet - Quinquela, der darauf in einem Boot im Hafenviertel malt, erhält eine Gasmaske.
Die Ausstellungsmacher hoffen, damit die Verschmutzung des Riachuelo wieder mehr in die Öffentlichkeit zu bringen. Der Oberste Gerichtshof verfügte schon vor drei Jahren, dass sich die Politik um eine Säuberung kümmern muss. Ein Greenpeace-Vertreter sieht erste Fortschritte - immerhin gebe es inzwischen eine zuständige Behörde. Aber bis im Riachuelo wieder Fische schwämmen, sei es noch ein langer Weg.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)