20. Juli 2011 07:23 Uhr

Ex-Springer-Chef Larass: Journalismus braucht Freiräume mit verwischten Grenzen

"So muss es klingen, wenn in den Bergen eine riesige Lawine zu Tal geht." Das schreibt der ehemalige Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, Claus Larass, in einem Gastkommentar im Handelsblatt und meint damit das Echo auf den Skandal um das Medienimperium Rupert Murdochs. Larass wundert sich offenbar über die Heftigkeit der Reaktionen, da die enge Verzahnung des Medienmoguls mit der Politik schon vorher bekannt gewesen sei. Jeder Beteiligte wissen, dass die Trennung beider Bereiche oft schwierig sei. In Deutschland gerate die Balance aber selten so aus den Fugen wie derzeit in Großbritannien.

Journalismus braucht Larass zufolge Freiräume. Dabei seien die Grenzen manchmal verwischt, und das müsse auch so bleiben. Murdoch habe allerdings gar keine Grenzen mehr akzeptiert und stehe deshalb jetzt zu Recht am Pranger.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)