20. Juli 2011 08:53 Uhr
Die Diebe müssen sehr enttäuscht gewesen sein, weil sie nicht viel gefunden haben. Das vermutet der Ägyptologe Stephan Seidlmayer und bezieht sich auf Plünderungen an antiken Stätten in Ägypten während der politischen Proteste im Frühjahr. Seidlmayer sagt in der "Süddeutschen Zeitung", am schlimmsten habe es die Ausgrabungsstätten in Sakkara und Dahshur südlich von Kairo getroffen. Dort habe es schon vor der Revolution Probleme mit Plünderern gegeben. Nachdem die Sicherheitskräfte kurzfristig verschwunden seien, habe sich die Lage verschlimmert. Insgesamt seien während der Unruhen in Ägypten 1.300 antike Objekte verloren gegangen.
Seidlmayer schätzt, dass die Diebe Goldschätze erwartet hatten. Stattdessen lägen in den Gräbern meistens nur Keramikgefäße und ab und an mal eine Perlenkette. Inzwischen seien die Grabungsstätten in Ägypten wieder bewacht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)