20. Juli 2011 17:02 Uhr
Beim TSV 1860 München gibt es wegen ihr zurzeit viel Streit, der Präsident von Hannover 96 möchte sie gleich ganz loswerden: die sogenannte 50+1-Regel.
Was für so viel Reibereien sorgt, muss Forschungspotenzial haben, dachten sich Forscher der TU Chmenitz und der Hochschule Wismar. Sie befragen seit heute Fans von Profifußballklubs in Deutschland nach ihrer Meinung zu der Regel. Die steht in der Satzung des Deutschen Fußball-Bundes und besagt: Wenn ein Fußballverein in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wird, muss er 50 Prozent der Anteile halten - und eine Stimme zusätzlich, um die Kontrolle über den Verein zu wahren. Weil Investoren im Ausland Fußballvereine zunehmend als Anlageform entdecken, fordern Vertreter deutscher Klubs immer wieder die Abschaffung der Regel. Die Forscher wollen nun von den Fans wissen, was sie davon halten. Schließlich sind sie oft Mitglied in den Vereinen und verlören durch den Einzug eines Investors im schlimmsten Fall ihr Stimmrecht - als Gegenleistung für eine Mannschaft, die mit viel Geld und Stars ausgestattet ist.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)