21. Juli 2011 06:22 Uhr

Menschenrechtsbeauftragter des Europarats kritisiert Burkaverbot

In Frankreich ist die Vollverschleierung durch die Burka bereits verboten. In Belgien soll eine entsprechende Regelung am Samstag in Kraft treten.

Nun kritisiert der Menschenrechtsbeauftragte des Europarats, Thomas Hammarberg, die zunehmende Verbreitung des Burkaverbots. Zwar sei es sinnvoll, sich gegen einen Verhüllungszwang für Frauen zu wehren, teilte er in Straßburg mit. Frauen dafür zu bestrafen, sei aber der falsche Weg. Auf diese Weise würden sie stigmatisiert und drohten, weiter vom Gros der Gesellschaft wegzutreiben. Nach seiner Einschätzung könnten Verbote von Burka und Nikab zudem einen unzulässigen Eingriff in das Recht auf Privatleben der Europäischen Menschenrechtskonvention bedeuten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)