21. Juli 2011 06:34 Uhr
Ist auch das Teilen letztendlich egoistisch und nur eine Überlebensstrategie?
Diese Frage könnte man sich stellen, wenn man die neueste Studie vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig liest.
Die Wissenschaftler haben nämlich untersucht, ab wann Kleinkinder ein Gespür für Gerechtigkeit entwickeln. Dazu machten sie verschiedene Experimente mit Spielzeug. Es zeigte sich, dass viele Kinder spätestens mit drei Jahren dafür sorgten, dass das Spielzeug gleich verteilt ist. Besonders oft gaben sie aber von ihrem Besitz ab, wenn sie zusammengearbeitet hatten, um an das Spielzeug zu kommen. Die Forscher erklären das mit der Evolution - und der Jagd. Wer die Beute früher nicht teilte, fand demnach keine Jagdpartner mehr und blieb öfter hungrig. Oder übertragen auf das Spielzeug: Wer die Bauklötzchen nicht teilt, muss alleine spielen und wird traurig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)