21. Juli 2011 07:33 Uhr
"Eigentlich bin ich für die Abschaffung des Fernsehens". So äußert sich der italienische Fotograf Oliviero Toscani in der "Süddeutschen Zeitung" - und trotzdem sitzt er als Jurymitglied in der ersten Castingshow des Fernsehsenders "Arte". Eigentlich sei es nicht möglich, Kultur und Fernsehen zusammenzubringen, so Toscani. Alles im TV werde vulgär, aber "Arte" widersetze sich dem.
In der Castingshow "Photo for Life" treten sechs Fotografen in einem Workshop gegeneinander an. Die Aufgaben reichen vom Selbstporträt bis hin zu journalistischen Fotos. Toscani zufolge wird es keinen Sieger geben. Es handele sich eher um einen Meisterkurs der Fotografie als um eine Casting-Show. Die fünfteilige Sendung wird Ende des Jahres auf Arte ausgestrahlt.
Toscani machte sich vor allem in den 80er und 90er Jahren einen Namen, als er für das Modelabel "Benetton" zum Beispiel Todeskandidaten und HIV-Infizierte fotografierte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)