21. Juli 2011 11:25 Uhr
"Es ist ein trauriger Moment für alle, die selbst mal fliegen durften."
Das sagt der ESA-Direktor Thomas Reiter über die letzte Landung eines Space-Shuttles auf der Erde. Pünktlich um kurz vor 12 ist die "Atlantis" auf dem Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral in Florida gelandet. Damit ist die Ära der US-Raumfähren zu Ende.
Reiter blickte im Deutschlandfunk auf seine eignene aktive Zeit als Astronaut zurück. 2006 flog er mit der "Discovery" ins All. Die bedeutendsten Momente seien damals Start und Landung gewesen. Es sei ein beeindruckendes Gefühl, innerhalb von neun Minuten auf 28.000 Stundenkilometer beschleunigt zu werden. Bei der Landung habe man zum Glück nicht viel Zeit, über Katastrophen wie die Explosion der "Columbia" 2003 nachzudenken.
Die Russen haben nach Reiters Ansicht bei ihren Sojus-Kapseln viel richtig gemacht, indem sie auf Pragmatik statt komplexe Technik und Design setzten. Das Anschlussprogramm der NASA werde sicherlich auch wieder mit einfachen Kapseln statt mit geflügelten Raumfähren arbeiten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)