21. Juli 2011 13:24 Uhr
"Wir sind ein Notfall."
Das sagen Assistenzärzte in Israel und haben sich selbst in die Notaufnahme eingewiesen. Der Grund: Sie wehren sich gegen schlechte Bezahlung und extrem lange Schichten, dürfen aber nicht streiken. Als Notfallpatienten aber sind sie erst einmal von der Pflicht zu arbeiten befreit.
Das berichtet der israelische Rundfunk. Die jungen Ärzte hätten sich in den Notaufnahmen ihrer Kliniken über Erschöpfungssymptome beklagt. Die israelischen Ärzte protestieren seit Monaten gegen niedrige Gehälter und harte Arbeitsbedingungen mit Endlosschichten. In den Kliniken kommt es landesweit immer wieder zu befristeten Streiks. Junge Assistenzärzte müssen nach Gewerkschaftsangaben monatlich im Schnitt acht Sonderschichten von 26 Stunden schieben. Insgesamt arbeiteten sie im Monat etwa 300 Stunden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)