21. Juli 2011 15:25 Uhr
Der Vollmond gilt als ein düsteres Omen - im Volksglauben gibt es zum Beispiel Geschichten von Werwölfen. Wissenschaftler haben nun eine mögliche Erklärung für die Angst vor dem Vollmond gefunden. Sie untersuchten 500 Angriffe von Löwen auf Menschen in Tansania. Sie stellten fest: Die meisten Angriffe passierten in den Tagen kurz nach Vollmond, in der Zeit zwischen der Dämmerung und zehn Uhr. In dieser Phase erscheine der Mond erst recht spät am Himmel - die Löwen nutzten diese Dunkelheit für die Jagd. Zudem seien die Tiere dann besonders ausgehungert, weil sie in den vorangegangenen hellen Nächten nur wenig Beute machen konnten.
Die Forscher meinen, der Mensch habe in seiner gesamten Entwicklung mit nächtlichen Raubtieren leben müssen. Und die Erfahrung mit vielen Angriffen kurz nach dem Vollmond habe den Vollmond möglicherweise zu einem Symbol für kommendes Unglück gemacht.
Die Studie ist im Journal "Public Library of Science ONE" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)