21. Juli 2011 17:28 Uhr

Hat der BND Akten über NS-Verbrecher vernichtet?

Bloß weg damit.

Dieses Motto ist hilfreich, wenn es darum geht, alten Balast abzuwerfen. Der Bundesnachrichtendienst BND gerät nun aber in den Verdacht, Akten vernichtet zu haben, die den Dienst selbst hätten belasten können. Das schreibt "Spiegel Online".

Es geht um Unterlagen über den SS-Verbrecher Alois Brunner. Dieser hatte nach dem Ende des 2. Weltkriegs angeblich in Syrien und Ägypten gelebt. Syrien allerdings bestreitet, dass Brunner jemals in dem Land gelebt habe.

Immer wieder gab es Gerüchte, Brunner habe für den BND als Verbindungsmann gearbeitet. Beweise dafür gab es jedoch nie. Bis heute ist sein Tod nicht bewiesen, wird aber als wahrscheinlich angesehen.

Dass die BND-Akten über Brunner verschwunden sind, haben Historiker des Nachrichtendienstes selbst herausgefunden. Sie hoffen jetzt, trotzdem noch Belege zu finden, die zeigen könnten, was Brunner und BND miteinander zu tun hatten - und was nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)