22. Juli 2011 06:24 Uhr
Als "geschmacklos" und "obszön" wurde die Versteigerung bezeichnet.
Und dennoch brachten die Aufzeichnungen des KZ-Arztes Josef Mengele umgerechnet rund 170.000 Euro ein. In einem Auktionshaus in Stamford nördlich von New York wechselten rund 3.400 handgeschriebene Seiten den Besitzer. Sie stammen nicht aus dem Krieg, sondern aus den 60er und 70er Jahren, als Mengele in Südamerika lebte. Opferverbände und Historiker hatten den verkauf kritisiert. Mengele wird für den Tod hunderttausender Menschen mitverantwortlich gemacht. Er war als Arzt im Vernichtungslager Auschwitz tätig und führte medizinische Experimente an Häftlingen durch. Trotz internationaler Fahndung wurde er nie gefasst und ertrank 1979 in Brasilien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)