22. Juli 2011 06:52 Uhr

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger: Debatte um "Whistleblower" wird wiederbelebt

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist Wasser auf den Mühlen der Debatte um "Whistleblower".

Das erwartet Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit Blick auf das Straßburger Urteil zur Meinungsfreiheit von Arbeitnehmern. Dem "Handelsblatt" sagte die FDP-Politikerin, wer unethische oder illegale Verhältnisse an seinem Arbeitsplatz öffentlich mache, bewege sich in einem Spannungsfeld. Einerseits gebe es Mängel, die zweifellos an die Öffentlichkeit gehörten, andererseits müsse sich jeder Arbeitgeber auf seine Mitarbeiter verlassen können. Die Richter hatten gestern entschieden, dass die fristlose Kündigung einer Berliner Altenpflegerin gegen die Menschenrechtskonvention verstößt. Die 49-Jährige hatte die Missstände in dem Altenheim, in dem sie tätig war, mit einer Anzeige öffentlich gemacht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)