22. Juli 2011 06:55 Uhr

Forscher fordern: Weniger kleine Fische fangen und essen, um Nahrungskette nicht zu zerstören

Der englische Koch Jamie Oliver liebt sie: Sardellen. In fast jedem seiner Kochbücher findet sich ein Rezept, in dem die kleinen Fische verwendet werden.

Doch Olivers Vorliebe hat auch Nachteile für einige größere Fischarten: Australische Meeresbiologen schreiben im Fachblatt "Science", die Zahl der Sardellen, Makrelen oder Anchovis korreliere mit der Zahl ihrer Fressfeinde. Je mehr Sardellen verspeist werden, desto weniger Fressfeinde gibt es, desto gestörter das Ökosystem, in dem sie leben. So weit, so einleuchtend. Die Forscher aber simulierten am Computer, was mit den großen Fischen passieren würde, wenn man weniger kleine Fische finge, zum Beispiel nur halb so viel. Das Ergebnis: Die Ökosysteme würden davon profitieren, die Auswirkungen auf die Populationen der Fressfeinde gelindert. Gleichzeitig stünden aber immer noch ausreichend Sardellen und Anchovis für die Lebensmittelindustrie zur Verfügung.

Zum Abstract der Studie geht eshier entlang.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)