22. Juli 2011 07:24 Uhr
Sie schwamm in neunn Tagen 687 Kilometer durchs Meer - nicht, weil sie sich verirrt hatte oder es so wollte.
Sondern, weil sie es wohl musste. Die Rede ist von einer Eisbärin, die die Strecke in der Beaufortsee, einem Teil des Nordpolarmeers zurücklegte. Das haben amerikanische Forscher auf einer Eisbären-Konferenz in Kanada berichtet. Die Bärin war ausgestattet mit GPS-Sendern und verlor während der Reise mehr als ein Fünftel ihres Körpergewichts - und auch ihr Junges. Die Forscher vermuten, dass das Tier aufgebrochen sei, weil es Futter für sich und sein Kind suchte.
Die Suche nach Nahrung wird durch das Schmelzen des Eises im Nordpolarmeer erschwert. Bis Mitte der 1990er ging das Eis im auch im Sommer nicht signifikant zurück. Das Problem: Das Eis ist der Lebensraum der Robben, der Hauptspeise der Eisbären. Wo kein Eis, da keine Robben, da keine Nahrung für Eisbären.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)