22. Juli 2011 11:26 Uhr

Bastard-Maus: Wissenschaftler sehen Vorteile für Nachkommen

"Wir haben die Evolution auf frischer Tat ertappt."

So beschreiben US-Wissenschaftler ihre neuesten Erkentnisse - über eine Maus. Es begann damit, dass sie die Algerische Maus untersuchten. Die ist wegen einer Genveränderung immun gegen ein Gift namens Warfarin. Nun haben die Forscher in Deutschland einen Stamm der Westlichen Hausmaus entdeckt, die ebenfalls immun ist gegen das Gift.

Wie die Forscher im Fachmagazin "Current Biology" schreiben, sind ihre Gensequenzen identisch. Die Forscher erklären sich das so: Zunächst hätten sich die Gene der Algerischen Maus vermutlich durch eine Mutation im Erbgut verändert. Die beiden Mäusearten müssten sich dann in einer Region, wo sie beide vorkommen, gekreuzt haben. Dabei müsse dann die Resistenz gegen das Gift von der Algerischen an die Westliche Hausmaus weitergegeben worden sein.

Die neuen Erkenntnisse zeigen nach Angaben der Wissenschaftler, dass eine Kreuzung für die Nachkommen durchaus Vorteile haben könne. Dabei sei Bastard bisher eher ein Schimpfwort gewesen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)