22. Juli 2011 14:55 Uhr

Hitzewelle in den USA: So kommt sie zustande

Gefühlte 55 Grad Celsius, das sind die Temperaturen, die manche Amerikaner zur Zeit aushalten müssen.

Doch wie kommt diese Hitzewelle zustande?

Der Grund ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ein großes Tiefdruckgebiet. Es liegt im Westen des Kontinents und reicht von den Rocky Mountains bis in den Mittleren Westen. An seiner Ostseite strömt feuchte und heiße Luft aus dem Golf von Mexiko sehr weit in Richtung Norden. Das Tiefdruckgebiet ist ungewöhnlich stabil und ortstreu. Die Meteorologen sprechen deshalb von einer sogenannten Blockade-Wetterlage. Die Hitzewelle in Russland vergangenes Jahr kam durch ähnliche Verhältnisse in der Atmosphäre zustande.

Hitzewellen sind in den USA nichts Ungewöhnliches. Diesmal aber kommen Hitze und Feuchtigkeit zusammen. Deshalb sind die gefühlten Temperaturen um bis zu zehn Grad höher als die realen Temperaturen. 45 Grad fühlen sich also an wie 55 Grad.

Denn wegen der feuchten Luft hilft alles Schwitzen nicht: Der Schweiß verdunstet nicht, weil die Luft schon wassergesättigt ist, also gibt es auch keinen Kühleffekt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)