25. Juli 2011 08:20 Uhr
In Dresden hat die Polizei Handydaten ausgewertet und wurde dafür bereits heftig kritisiert. Von 460 Fällen war bis dato die Rede. Nun aber sollen neue Unterlagen belegen, dass es über 40.000 Fälle gibt, in denen die Ermittlungsbehörden Namen, Adressen und Geburtsdaten - also Bestandsdaten - von Handynutzern ermittelt haben. Das berichtet die "taz". Die Zeitung beruft sich auf eine Antwort des sächsischen Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage eines SPD-Abgeordneten.
Wie im Juni bekannt geworden war, hatte die sächsische Polizei anlässlich zweier Großdemonstrationen gegen Neonazis im Februar dieses Jahres verschiedene Datensätze ermittelt. So hatte sie sich von Telekommunikationsunternehmen auch sogenannte Verkehrsdaten von rund 330.000 Anwohnern, Demonstranten, Politikern, Anwälten und Journalisten liefern lassen. Mittels der Verkehrsdaten lässt sich ermitteln, wer wann mit wem telefoniert oder SMS geschrieben hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)