25. Juli 2011 15:50 Uhr

Jugendmedienschutz-Kommission kritisiert Verstöße bei N24 und Pro Sieben

Zuschauer unter 16 Jahren hätten noch nicht die Kompetenzen, um solch belastende Bilder zu verarbeiten. So begründet die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ihre Kritik an der Liveberichterstattung des Nachrichtensenders N24. Dabei ging es um ein Geiseldrama in der philippinischen Hauptstadt Manila. Der Sender zeigte in seinem Bericht Nahaufnahmen getöteter Menschen.

Der KJM gehören sechs Direktoren der Landesmedienanstalten und mehrere Sachverständige an. Insgesamt stellten sie in ihrem Quartalsbericht für April bis Juni 47 Verstöße gegen die Regeln des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages fest. Beanstandet wurden etwa mehrere Folgen der RTL 2-Serie "X Diaries", in der Laienschauspieler ausgedachte Erlebnisse deutscher Urlauber nachspielen.

Kritik gab es außerdem an einem Bericht des Fernsehsenders Pro Sieben über den Spielfilm "Lebanon". Darin wurden Filmausschnitte mit Bildern realer Kriegsereignisse vermischt. Pro Sieben muss deshalb ein Bußgeld in Höhe von 7.500 Euro zahlen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)