26. Juli 2011 08:28 Uhr

Simón Bolívar: Untersuchung zeigt - wahrscheinlich keine Vergiftung

Der südamerikanische Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar ist das Idol des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez.

Und weil Chávez davon überzeugt war, dass Bolívar von Kolumbianern umgebracht wurde, hat er vergangenes Jahr dessen Knochen exhumieren lassen. Ein Experten-Gremium sollte herausfinden, woran er gestorben ist. Und die Wissenschaftler aus dem spanischen Granada kamen nun zu einem Urteil: Simón Bolívar wurde vermutlich nicht vergiftet. Zwar sei Gift in seinen Knochen gefunden worden, aber das sei vermutlich in der Medizin, die damals benutzt wurde, enthalten gewesen. Die Experten halten einen Tod durch Tuberkulose für möglich. Die Krankheit gilt unter Historikern als die wahrscheinlichste Todesursache. Bolívar starb 1830.

Hugo Chávez ist sich aber immer noch sicher, dass die Kolumbianer den Unabhängigkeitskämpfer getötet haben. Im Fernsehen sagte er: "Ich habe keine Beweise und vielleicht werde ich sie nie haben, aber ich denke, sie haben ihn umgebracht. Oppositionelle kritisierten die Untersuchung als Zeit- und Geldverschwendung.

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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)