26. Juli 2011 14:21 Uhr
"Wagners Musik ist unbestritten genial und gehört ins Repertoire eines jeden ernsthaft musizierenden Orchesters." Mit diesen Worten hat der Dirigent Roberto Paternostro seinen Auftritt mit dem Israel Chamber Orchestra in Bayreuth verteidigt. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, Bayreuth sei zwar historisch belastet, aber nicht mehr im Jahr 2011. Schließlich träten israelische Musiker auch in München auf. Kritiker in Israel hatten gefordert, dem Orchester die Subventionen zu streichen, Holocaust-Überlebende wollten das Konzert stören. Denn Wagners Stücke werden bis heute in Israel nicht öffentlich gespielt. Grund sind antisemitische Ansichten des Komponisten. Außerdem instrumentalisierten die Nationalsozialisten seine Musik. Bei dem Konzert im Rahmen der Bayreuther Festspiele wurden auch Kompositionen des Holocaust-Überlebenden Tzvi Avni gespielt. Der über 80-Jährige zeigte sich darüber erfreut.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)