26. Juli 2011 17:59 Uhr
Glühlampen bleiben Glühlampen. Auch wenn man sie als Heizungen bezeichnet. Wie das Verwaltungsgericht Aachen entschieden hat, verstößt eine Satire-Aktion gegen das EU-Glühbirnenverbot. Die Initiatoren der Aktion hatten Glühbirnen unter dem Namen "Heatballs" als Miniatur-Heizungen verkauft.
Die Richter entschieden, der Name oder angegebene Verwendungszweck sei nicht entscheidend, weil auch mit "Heatballs" Räume beleuchtet werden könnten. Die Inititatoren hatten dagegen argumentiert, Glühbirnen gäben den Großteil ihre Energie als Wärme ab. Laut ihrer Webseite ist das Projekt als Kritik an der Umweltpolitk der EU gedacht. Ihrer Meinung nach trägt das Verbot kaum zum Naturschutz bei, sei aber eine Entmündigung der EU-Bürger.
Auslöser der Aktion ist die europäische Glühlampen-Verordnung. Sie sieht für herkömmlichen Glühbirnen das stufenweise Aus bis Ende 2012 vor.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)