27. Juli 2011 07:25 Uhr

Unterbrochener Schlaf kann dem Gedächtnis schaden

Schlaf, Mäuslein, schlaf - aber nicht zu lange am Stück. Ein solches Experiment haben Wissenschaftler der kalifornischen Stanford-Universität durchgeführt. Dabei stellte sich heraus: Wenn die Mäuse ständig aufgeweckt wurden, verschlechterte sich ihr Gedächtnis. Um den Mäuseschlaf zu unterbrechen, aber Schlaftiefe und -dauer nicht zu verändern, manipulierten die Forscher die Mäusehirnzellen, die für das Aufwachen zuständig sind. Dazu schleusten sie lichtempfindliche Proteine in die Zellen und aktivierten diese dann mit Lichtstrahlen. Anschließend setzten die Forscher den behandelten Mäusen und einer Kontrollgruppe bekannte und unbekannte Objekte vor die Nase. Die unausgeschlafenen Tiere beschnupperten beide, als hätten sie sie noch nie gesehen.

Die Wissenschaftler verweisen darauf, dass beispielsweise Alzheimer auch die Nachtruhe stört. Es könnte also einen Zusammenhang mit dem Verlust des Erinnerungsvermögens geben.

Die Studie wurde im Fachblatt PNAS veröffentlicht. Hier geht's zum Abstract.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)