27. Juli 2011 09:53 Uhr
Stiche in der Seite oder mehr ein Hinkelstein auf der Brust - wenn Menschen ihre Schmerzen beschreiben, kommen sie schnell an ihre Grenzen. Für Ärzte ist es dann schwierig, aus diesen Schilderungen eine Diagnose zu entwickeln. Diesen Mangel will ein Team um einen Psychiater an der Buffalo Universität im US-Staat New York beheben. Nach seinen Worten verzerrt die Sprache, was die Patienten wirklich ausdrücken wollen.
Deshalb will er ein neues Vokabular für Schmerz entwickeln. Helfen soll dabei eine Disziplin der Philosophie, die Ontologie. Sie beschreibt, wie sich existierende Wesen und Gegenstände zueinander verhalten. Auf die Studie übertragen soll so Schmerz neu definiert werden und wie er sich zu verschiedenen Körperteilen verhält. Mithilfe von Computerprogrammen wollen die Forscher so ein neues Kategoriensystem für Schmerz entwickeln. In den kommenden Jahren sollen dafür Tausende Patienten untersucht werden.
In einem kleinen Video erklärt der Forscher seine Ziele.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)