27. Juli 2011 16:34 Uhr
Vor allem in der Urlaubszeit sieht man sie in fast jeder größeren Stadt: Fremdenführer, die Gruppen interessierter Touristen um sich scharen. Solche Touren garantieren allerdings nicht, dass jeder am Ende das gleiche gesehen hat. Zu diesem Schluss kommt eine Dänin in ihrer Doktorarbeit. Dafür beobachtete sie zahlreiche Stadtführungen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.
Die junge Wissenschaftlerin meint, es hänge extrem von der jeweiligen Gruppe ab, welche Sehenswürdigkeiten gezeigt würden. Die Teilnehmer trügen zum Beispiel mit ihren Fragen selbst zur Gestaltung bei. Außerdem gebe es Unterschiede in Bezug auf Bildungsgrad und Nationalität. Amerikaner beispielsweise ließen sich von der Geschichte Dänemarks beeindrucken. Italiener dagegen fänden ihre eigene Geschichte deutlich spannender und interessierten sich eher für Fragen des dänischen Wohlfahrtsstaats.
Der Titel der Doktorarbeit von Jane Widtfeldt Meget: "The Guided Tour - a Co-produced Tourism Performance".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)