28. Juli 2011 07:03 Uhr
Wenn ältere Menschen vergessen, wo sie ihre Brille oder ihren Autoschlüssel hingelegt haben, nennt man das Altersvergesslichkeit. US-Forscher haben nun eine Ursache dafür ausgemacht. Sie erklären im Fachmagazin "Nature", eine bestimmte Substanz im Gehirn bremse bei Älteren die Impulse der Nerven. Hintergrund: Normalerweise geben die Nervenzellen den Forschern zufolge ständig Signale ab, um die Information aktuell zu halten. Damit werde der Arbeitsspeicher des Gehirns ständig aktualisiert - um sich zum Beispiel an Alltägliches wie "Wo ist die Brille?" zu erinnern.
Die Wissenschaftler untersuchten bei Tieren, wie oft die Nervenzellen diese Impulse abgeben. Dabei fanden sie heraus, dass bei älteren Tieren die Neuronen während eines Erinnerungsvorganges die Signale langsamer abgaben. Das liege daran, dass sich in einem alternden Gehirnabschnitt zu viele AMP-Moleküle anlagern. Diese wiederum schwächten die Häufigkeit der Signale ab. Nach Angaben der Wissenschaftler ließen sich mit Hilfe eines Hemmstoffes für die Moleküle die Nervenzellen wieder anregen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)