28. Juli 2011 07:08 Uhr

Streit um die Stopfleber auf der Lebensmittelmesse Anuga

Es gilt als französische Spezialität - Stopfleber, zum Beispiel von Gänsen oder Enten. In Deutschland ist die Herstellung eine Straftat, weil die Tiere dabei gequält werden.

Nun will die Lebensmittelmesse "Anuga" in Köln die Stopfleber nicht mehr in ihrem Warenverzeichnis führen. Die französische Regierung ist davon wenig begeistert. Der Außenhandel-Staatssekretär Pierre Lellouche sagte der Nachrichtenagentur afp, die Bundesregierung müsse auf die Veranstalter der Messe in Köln einwirken. Die "Anuga" müsse sich an europäisches Recht halten und dürfe keine Ware diskriminieren. Zudem hingen von der Branche in Frankreich 35.000 Arbeitsplätze ab.

Eine Sprecherin der Messe verteidigte unterdessen die Entscheidung: Man wolle keine Plattform mehr für Stopfleber sein. Ihre Herstellung sei außer in Frankreich in nur drei europäischen Ländern noch erlaubt. Das könne man nicht ignorieren.

Die "Anuga" gilt als weltgrößte Fachmesse der Ernährungswirtschaft und Nahrungsmittelindustrie. Sie findet alle zwei Jahre in Köln statt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)