28. Juli 2011 09:18 Uhr

"Kim":Verbreitung des Namens auf der koreanischen Halbinsel deute auf Stabilität der Kultur

Was Müller, Schmidt oder Meier in Deutschland ist, ist der Nachname "Kim" auf der koreanischen Halbinsel. Ein internationales Forscherteam fand heraus, dass es auch schon vor 1.500 Jahren tausende "Kims" gab. Wie sie im Fachmagazin "New Journal of Physics" schreiben, ermittelten sie das mit einer speziellen Rechenmethode. Sie benutzten dafür zehn historische koreanische Familienbücher, in denen die Stammbäume der vergangenen 500 Jahre dokumentiert waren. Dann untersuchten sie, welche Namen in dieser Zeit vorkamen. Den Forscher zufolge gab es einen Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsgröße und der Häufigkeit des Nachnamens "Kim": Prozentual sei der Anteil der "Kims" immer gleich geblieben. Das sei besonders bemerkenswert, weil die Anzahl anderer Nachnamen in Korea sich immer wieder veränderte.

Die Forscher sehen das Namensphänomen der "Kims" als ein Zeichen für die Stabilität der Kultur.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)