28. Juli 2011 14:30 Uhr
Ein Drittel mehr Staus habe es im Jahr 2010 gegeben - im Vergleich zum Vorjahr. Das meldet der ADAC. Der Verkehrsforscher Martin Treiber von der TU Dresden bezweifelte im Gespräch mit DRadio Wissen, dass die Zahl der Staus tatsächlich so stark angestiegen ist.
Er sagte, vermutlich würden nur mehr Staus gemeldet. Das sei schon möglich, teilte ein Sprecher des ADAC auf Anfrage mit. Dennoch gehe er davon aus, dass Zahl der Staus tatsächlich zugenommen habe.
Verkehrsforscher Treiber vermutet außerdem, dass die ADAC-Zahlen viele kleine Staus beinhalteten, die sich schnell wieder auflösten. Dem ADAC-Sprecher zufolge werden Staus ab mindestens einem Kilometer Länge erfasst.
Der Verkehrsforscher hält es für sinnvoller, statt der Stau-Anzahl die Dauer der Staus zu erfassen. Denn für die Autofahrer sei es entscheidender, wie stark sie sich behindert fühlten. Je länger man im Stau stecke, desto größer sei die gefühlte Einschränkung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)