28. Juli 2011 17:58 Uhr

Kartellamt: Jedes vierte Produkt ist zu teuer

Bei 25 Prozent der Leistungen und Produkte in Deutschland ist der Preis zu hoch angesetzt. Diese Einschätzung stammt von Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts in Bonn. Bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichts seiner Behörde sagte Mundt, durch das konsequente Einschreiten seiner Mitarbeiter würden Verbrauchern, Kommunen und anderen Unternehmen jährlich Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe erspart.

Er warnte zugleich vor der Überlastung der Kartellwächter. Derzeit blieben bedeutsame Fälle von Wettbewerbsabsprachen wegen Personalnot in der Schublade. Besondere Sorge mache ihm die unzureichende Kontrolle der Wasserwirtschaft und der Energiesektor. Als Beispiel nannte er die vereinbarte Kooperation von RWE mit dem russischen Konzern Gazprom.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)