29. Juli 2011 09:23 Uhr
"Der Kosovo ist das kleinste Land Europas und hat den größten Bevölkerungszuwachs." Für Dusan Reljic von der Stiftung Wissenschaft und Politik liegt hier die Ursache für die wiederkehrenden Unruhen in dem Land. Reljic sagte im Deutschlandfunk, den Menschen im Kosovo fehlten an erster Stelle wirtschaftliche Perspektiven. Jeder zweite Kosovare sei arbeitslos, bei Jugendlichen liege die Quote noch höher. Gleichzeitig strömten jedes Jahr 30.000 Menschen neu auf den Arbeitsmarkt. Zudem reichen laut Reljic Korruption und organisierte Kriminalität bis in die Regierung reichen.
Am Mittwoch hatten Mitglieder der serbischen Minderheit im Kosovo einen Grenzübergang in Brand gesetzt. Im Laufe der Auseinandersetzungen wurde ein kosovarischer Polizist getötet.
Die ehemalige serbische Provinz hatte in der vergangenen Woche den Import von Waren aus dem Nachbarland gestoppt. Zuvor waren Gespräche über eine Liberalisierung des Handels gescheitert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)