29. Juli 2011 10:57 Uhr

Ökonom zur Schuldenkrise: USA sind nicht Griechenland

"Die Schuldenkrise in den USA ist nicht mit Griechenland vergleichbar." Das sagte der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Denis Snower, im Deutschlandfunk.

Ihm zufolge sind die Vereinigten Staaten wirtschaftlich bedeutend besser aufgestellt als Griechenland, es gebe mehr Kapital und Eigentum. Zudem sei der Dollar die internationale Leitwährung, die in der ganzen Welt für Liquidität sorge. Durch das globale Interesse am Dollar sind die USA laut Snower auch in der Krise ein weltweit wichtiger Handelspartner - und die Lage für das Land sei damit weniger bedrohlich. Sollten die USA ihre Schulden allerdings nicht mehr bezahlen können, drohe der Dollar seine Vormachtstellung langfristig zu verlieren.

Snower sagte außerdem, dass die Staatsverschuldung durchaus steigen dürfe. Als Voraussetzung dafür müsse die Wirtschaft aber schneller wachsen als die Schulden.

Bis Dienstag haben Demokraten und Republikaner in den USA Zeit, die Schuldengrenze zu erhöhen. Sonst droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)