1. August 2011 09:27 Uhr

Zentralasien-Analysen: Kleine Fortschritte in kirgisischer Medienlandschaft

Viele Journalisten in Kirgistan können nicht zwischen Gerücht und Nachricht unterscheiden. So ist es in den "Zentralasien-Analysen" zu lesen, die unter anderem von der Forschungsstelle Osteuropa herausgegeben werden. Darin heißt es, für die kirgisische Medienlandschaft gebe es Hoffnung, aber noch würden Journalisten verfolgt und die Qualität der Berichterstattung sei verbesserungswürdig. Journalisten seien meist schlecht ausgebildet und schlecht bezahlt. Als Beispiel führt der Autor an, dass Zeitungen aus der Hauptstadt die Atomkatastrophe in Fukushima als US-amerikanisches Attentat deklariert hätten. Trainings und Seminare, etwa von Nicht-Regierungs-Organisationen, zeigten aber auch Erfolge. Nachwuchsjournalisten seien heute deutlich kritischer als früher.

Kirgistan ist seit vergangenem Jahr als erster Staat in Zentralasien eine parlamentarische Demokratie. Zuvor hatte die Bevölkerung solange demonstriert, bis Präsident Kurmanbek Bakijew außer Landes flüchtete und die Verfassung geändert wurde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)