1. August 2011 10:20 Uhr

GPS ohne Satelliten: Neues Ortungssystem ist zentimetergenau

Warum in die Ferne schweifen? Das haben sich die Ingenieure einer australischen Firma gefragt und ein neues Ortungssystem entwickelt - mit einer Art Satelliten am Boden. Seine Sender sollen alle paar Kilometer auf der Erde platziert werden, um den Ort eines Empfängers zentimetergenau zu bestimmen. Das berichtet das Fachblatt "Technology Review". Wie Satelliten schicken die Sender dann ständig ein Zeitsignal nach außen. Der Empfänger - zum Beispiel in einem GPS-fähigen Handy - gleicht die Zeit mit seiner eigenen Uhr ab. Aus der Differenz kann er die Strecke berechnen, die das Signal zu ihm unterwegs war - damit kennt er auch seinen Standort. Satelliten haben für ihren Zeitstempel eine hochpräzise Atomuhr - die Boden-Sender der australischen Firma nicht. Stattdessen stimmen sie die Zeit untereinander ab.

Das neue System wird schon von der US-Luftwaffe verwendet, in einer australischen Goldmine werden damit Bagger und Bohrer gesteuert.

Im kommenden Monat will die Herstellerfirma eine Bauanleitung für die Sender und Empfänger veröffentlichen. So soll das System irgendwann flächendeckend verfügbar sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)