1. August 2011 15:24 Uhr

Ukraine steckt 20 Jahre nach Unabhängigkeit in schwieriger Situation

Die "Orange Revolution" von 2004 hat der Ukraine keinen umfassenden Wandel gebracht. So lässt sich eine Analyse in den Blättern für deutsche und internationale Politik zusammenfassen. Knapp 20 Jahre nach der Unabhängigkeit des Landes zieht der Autor Achim Engelberg ein düsteres Fazit: Die Zivilgesellschaft könne sich gegen die Oligarchen in der Politik kaum zur Wehr setzen. Bei der "Orangen Revolution" hätten die herrschenden Kreise nur ihre Führungsfiguren ausgetauscht.

Auch die Wirtschaftslage ist laut Engelberg schlecht, besonders auf dem Land herrsche Elend. Zunehmende Korruption und Vetternwirtschaft hätten dramatische Folgen für die einstige Kornkammer Europas.

Engelberg glaubt allerdings, die Ukraine stehe trotz der Probleme nicht vor einem Auseinanderbrechen. Sie ähnele einem 20-Jährigen, der nach schwieriger Kindheit noch seinen Platz im Leben finden müsse.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)