2. August 2011 06:54 Uhr

Übetreibt Nordkorea das Ausmaß seiner Naturkatastrophen?

Nordkorea schafft es häufig nur mit Katastrophenmeldungen in die Schlagzeilen. Eine solche Meldung waren Berichte über Tote und schwere Schäden durch starke Regenfälle im Juli. Dazu schickte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA ein Foto an die amerikanische Agentur AP, um das Ausmaß des Unglücks zu zeigen. AP zog das Bild bald zurück, weil es angeblich digital verfremdet war. So hätten die Menschen darauf zwar im Wasser gestanden, ihre Kleidung sei aber nicht nass gewesen.

Ein Forscher am "Südkoreanischen Institut für Nationale Sicherheitsstrategie", INSS, wirft Nordkorea nun vor, gezielt Versicherungsbetrug zu begehen. Er sagte laut "Radio Free Asia" in einem Interview, Nordkorea erschleiche sich dadurch jedes Jahr rund 20 Millionen US-Dollar. Dazu stellten sie Naturkatastrophen übertrieben dar. Laut dem Bericht hatten sich schon mehrmals internationale Versicherungsanbieter über den Betrug beklagt.

Überprüfen lassen sich die Vorwürfe kaum, denn: Ausländische Journalisten dürfen sich in Nordkorea nur in Begleitung von staatlichen Kontrolleuren bewegen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)