2. August 2011 10:26 Uhr
Seit sechs Jahren untersucht die amerikanische Nukleare Regulierungsbehörde, was bei einer Kernschmelze eines durchschnittlichen Reaktors in den USA passieren würde. Die "New York Times" hat nun erste Ergebnisse der Studie veröffentlicht. Darin heißt es demnach: Es würde weit weniger Tote geben als bisher angenommen. Denn: Wissenschaftler seien bisher davon ausgegangen, dass bei einer Kernschmelze bis zu 60 Prozent des radioaktiven Stoffes Cäsium 137 austreten könnten. Die neue Studie gehe lediglich von ein bis zwei Prozent aus. Menschen innerhalb eines Umkreises von rund 16 Kilometern könnten schnell genug in Sicherheit gebracht werden, die Gefahr direkt an radioaktiver Strahlung zu sterben tendiere gegen Null.
Ein Vertreter der atomkraftkritischen "Vereinigung der besorgten Wissenschaftler" warf der Behörde vor, ein zu rosiges Bild zu zeichnen. Die Nukleare Regulierungsbehörde betonte gegenüber der "New York Times", sie habe das beste Szenario berechnet, nicht das schlechteste.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)