2. August 2011 12:22 Uhr

Früherer US-Botschafter: USA werden nach Schuldenstreit weniger außenpolitisches Engagement zeigen

Es handelt sich nicht um den Bankrott einer Nation, sondern um tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen. Dieser Meinung ist der frühere US-Botschafter, John Kornblum, angesichts des Schuldenstreits in den USA. Im "Deutschlandradio Kultur" sagte er, der Streit sei ein Zeichen, dass sich die gesellschaftlichen Begebenheiten verändert hätten. Die vereinbarten Kürzungen im Haushalt würden sich nicht nur auf die Rüstungsausgaben, sondern auch auf die gesamte US-Außenpolitik auswirken. Kornblum geht davon aus, dass die USA international nicht mehr so aktiv sein werden. Das Problem sei, dass weder die USA noch die NATO bereit und in der Lage seien, ein langfristiges Engagement im Irak und in Afghanistan aufrecht zu erhalten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)