2. August 2011 13:51 Uhr
Leitungswasser in öffentlichen Gebäuden in Deutschland ist in vielen Fällen stark verkeimt. Das hat ein Trinkwassertest der ARD-Sendung "Plusminus" und des TÜV Rheinland ergeben. Dafür wurde das Wasser aus 50 Wasserhähnen in Bahnhofs-, Krankenhaus- und Universitätstoiletten in zehn Städten untersucht.
Laut TÜV Rheinland war die Hälfte der Proben stark verkeimt. Einige Proben hätten Durchfall verursachende Bakterien enthalten. Viermal seien Legionellen entdeckt worden, die zu tödlichen Lungenerkrankungen führen könnten. Und zweimal habe man Krankenhauskeime gefunden, die Entzündungen im Körper auslösen könnten. Gründe für die Verkeimungen können laut dem TÜV kaputte Leitungen oder stehendes Wasser sein. Verbrauchern wird deshalb geraten, Wasser vor dem Gebrauch immer erst ein wenig laufen zu lassen.
Wo die verkeimten Proben genommen wurden, wurde vor dem Ausstrahlungsterim der Sendung noch nicht bekannt gegeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)