2. August 2011 15:27 Uhr
Wie haben sich linksextremistische Terroristen in den 70er Jahren in der BRD selbst gesehen? Diese Frage sei in Betrachtungen terroristischer Strömungen bislang wenig beachtet worden, meinen Kulturwissenschaftler der Universität Göttingen. Um dem Selbstbild der Terroristen ein wenig näher zu kommen, untersuchten sie Interviews und autobiografische Texte von Mitgliedern der RAF, der "Bewegung 2. Juni" und der "Revolutionären Zellen".
Eine wichtige Beobachtung war den Forschern zufolge, dass sich die Terroristen stets von der Gesellschaft abgrenzen wollten. Diese Abgrenzung habe zur Rechtfertigung der eigenen Rolle und von gewaltsamen Aktionen gedient. Bei einzelnen Akteuren seien spezifische Strategien deutlich geworden, mit denen sie ihre Handlungen zu legitimieren versuchten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)