3. August 2011 06:51 Uhr

Brasilien: Amazonas-Regenwald wird weiter abgeholzt

Eigentlich hatte Brasilien auf dem UNO-Klimagipfel 2009 in Kopenhagen versprochen, sich gegen die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes einzusetzen.

Nun berichtet das nationale Raumforschungsinstitut aber erneut von einem Anstieg der Abholzung. Im Juni seien mehr als 300 Quadratkilometer Regenwald verloren gegangen - 17 Prozent mehr als noch im Mai. Im April wurden sogar fast 500 Quadratkilometer abgebrannt. Das stellte das Institut mit Hilfe von Satellitenbildern fest.

Besonders betroffen sei der Bundesstaat Mato Grosso im westlichen Zentrum Brasiliens - dort werden viele Rinder gezüchtet und große Mengen Soja angebaut.

Das brasilianische Parlament berät derzeit, ob es für die bisherigen illegalen Rodungen eine Amnestie geben soll. Umweltschützer machen diese Debatte für die Zunahme der Waldzerstörungen verantwortlich.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)