3. August 2011 06:54 Uhr

Juristen kritisieren Ghostwriting-Praxis in Fachjournalen

Ein Wissenschaftler steht als Autor unter einem medizinischen Fachartikel - geschrieben wurde die Studie allerdings von einem anderen.

Diese Form von Ghostwriting nennt sich "Gast-Autorschaft" und beschäftigt zwei Juristen in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "PLoS Medicine". Für die beiden Kanadier ist es dabei irrelevant, ob die Fakten der Studie stimmten. Diese Praxis sei Betrug und unethisch: Sie riskiere, das Ansehen der biomedizinischen Forschung zu untergraben - wenn zum Beispiel die Pharmaindustrie so bezahlte Artikel in den Fachjournalen unterbringe. Deswegen fordern die beiden Juristen Strafen für die Gastautoren, die ihren Namen für solche Artikel zur Verfügung stellten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)