3. August 2011 08:21 Uhr
Für die einen ist es eine Chance, Moskau von Platznot und Verkehrschaos zu befreien. Für die anderen ist es eine Geheim-Aktion ohne Bürgerbeteiligung, die zu Zwangsenteignungen führen könnte.
Die russische Hauptstadt soll um mehr als das Doppelte ihrer bisherigen Größe wachsen. Die Nachrichtenagentur dpa und die österreichische Zeitung "Der Standard" berichten heute über die Debatte zu dem Großprojekt. In den neuen Stadtteilen sollen Wohnungen und Büros für Millionen Menschen entstehen. Laut "Standard" ist keine andere europäische Stadt so dicht besiedelt wie Moskau. Zu den offiziellen 11,5 Millionen Einwohnern kämen noch einige Millionen illegaler Gastarbeiter.
Allerdings sei die Finanzierung des Großvorhabens kritisch, so die Zeitung. Die Kosten lägen bei rund einem Drittel des russischen Bruttoinlandsprodukts. Vermutlich werde die Erweiterung auf Kosten der Steuerzahler gehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)