3. August 2011 09:54 Uhr

Pisa-Koordinator: Schulen setzen zu wenig auf nachhaltiges Lernen

Mancher Schüler hat den ganzen Lernstoff am Ende des Schuljahres schon wieder vergessen.

Das war ein Ergebnis der Pisa-Studie - und für den Pisa-Koordinator Manfred Prenzel ist das nicht überraschend. Er sagt in der "Frankfurter Rundschau", unsere Schulen setzten zu wenig auf Nachhaltigkeit, tiefes Verstehen und gründliches Beherrschen.

Als Dekan ist Prenzel an der TU München selbst für die Lehrer-Ausbildung verantwortlich. Dort setzt er auf eine gründliche Vorauswahl und viel Praxis-Bezug im Studium. Allerdings sei nicht jedes Orientierungspraktikum nützlich - zum Beispiel wenn ein angehender Lehrer ein paar Wochen an seiner alten Schule herumlaufe, ohne betreut zu werden.

Insgesamt weist Prenzel darauf hin, dass sich die Pisa-Ergebnisse in den vergangenen Jahren verbessert hätten. Die Zahl der Schüler, die mit 15 noch kaum lesen und schreiben könnten, sei gesunken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)