3. August 2011 10:22 Uhr
Im Herkunftswörterbuch schlagen wir heute unter Stein nach.
Die Bezeichnung für ein festes Objekt aus Mineralen beruht auf der indogermanischen Wurzel "stai" für "sich verdichten" oder "gerinnen". Der Stein wurde im Deutschen wohl als "der Harte" bekannt. Verwandt sind Wörter aus anderen indogermanischen Sprachen. Im Griechischen gibt es beispielsweise "stear" für "stehendes Fett" oder "stia" für "Steinchen".
Die Redewendung "bei jemandem einen Stein im Brett haben" bedeutet, dass man bei jemandem große Sympathien genießt. Sie geht auf das mittelalterliche Würfelspiel Tricktrack zurück, bei dem man seine Spielsteine gut auf dem Brett platzieren muss. Wer einen Stein im Brett hat, hat also Aussicht zu gewinnen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)