3. August 2011 10:22 Uhr
Ärzte aller Länder vereinigt euch!
So könnte man die Forderung zweier amerikanischer Bio-Ethiker an die internationale Ärzteschaft zusammenfassen.
In einem Kommentar im "Journal of the American Medical Association" kritisieren Leonard Rubinstein und Farrah Mateen, dass Mediziner zu oft aufgrund staatlichen Drucks ihre Patienten nicht optimal behandelten oder gar deren Menschenrechte verletzten. Als Beispiel nennen sie ägyptische Ärzte, die von der staatlichen Gesundheitsbehörde zu analen Inspektionen bei mutmaßlichen Homosexuellen gedrängt werden, oder die Zwangssterilisationen indianischer Ureinwohner in Peru in den 90ern. Die beiden Bioethiker räumen ein, dass dem einzelnen Arzt ein Widerstand gegen staatlichen Druck nicht immer möglich sei. Aber gerade deshalb, so Rubinstein und Mateen, müssten sie in einem gemeinsamen Akt aufbegehren und sich für die Menschenrechte ihrer Patienten einsetzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)