3. August 2011 11:52 Uhr
Wenn man wissen will, ob es sich bei einer wissenschaftlichen Arbeit um ein Plagiat handelt, kann man eine spezielle Software benutzen.
Man kann aber auch genauso gut eine Münze werfen. Das behauptet die Informatik-Professorin Debora Weber-Wulff. Sie hat 26 Programme getestet, die auf das Auffinden von Plagiaten spezialisiert sind. Bei "DRadio Wissen" sagte sie, dass danach sogar die am besten getestete Software nur die Note 3,3 bekommen habe.
Laut Weber-Wulff liegt das Problem darin, dass Plagiatssoftware nur nach Textübereinstimmungen sucht. Deshalb erkennen die Programme ein Plagiat nicht, wenn in einem abgeschriebenen Satz zwei Wörter umgestellt wurden. Oder wenn das Wort 'Gründer' durch 'Gründervater' ersetzt wurde.
Solche Muster können laut Weber-Wulff nur Menschen erkennen. Deshalb wird es ihrer Meinung nach nie eine Software geben, die Plagiate effektiv aufspürt. Aus ihrer Sicht muss der Hochschulbetrieb den Professoren für die Betreuung einer Doktorarbeit einfach mehr Zeit geben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)