3. August 2011 15:23 Uhr
Der Monsun in Südostasien ist fremdgesteuert, und zwar durch das Wetter auf Nordhalbkugel. Das schreiben Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience". Sie haben untersucht, wie sich der Monsun seit der letzten Eiszeit verändert hat. Ihre Daten lassen einen Zusammenhang vermuten zwischen den Regenmengen des Monsuns und der Intensität der Sonneneinstrahlung auf der Nordhalbkugel. Demnach war es über Jahrtausende betrachtet in Südostasien immer dann besonders nass, wenn es auf der Nordhalbkugel mild war. Auch umgekehrt gelte: Wenig Sonne im Norden, schwacher Monsun im Süden.
Zweimal im Jahr kommt zwischen Indonesien und Australien der Monsun: im Sommer mit Wirbelstürmen und Wolkenbrüchen, im Winter mit kalter und trockener Luft. Verursacht wird das Phänomen, wenn die Winde drehen. Zwischen Juli und September blasen sie aus Südost, von Januar bis März aus Nordwest.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)