4. August 2011 06:21 Uhr
Er hatte eine unabhängige Ukraine ausgerufen, darf aber nicht "Held der Ukraine" genannt werden - weil er kein ukrainischer Staatsbürger gewesen sei.
So argumentiert das Oberste Verwaltungsgericht in Kiew im Fall des umstrittenen Separatistenführers Stepan Bandera. Das Gericht erkannte dem 1959 ermordeten Politiker den Ehrentitel wieder ab - der Titel war ihm erst vor rund einem halben Jahr verliehen worden.
Vor allem Ultranationalisten in der Westukraine verehren Bandera, der von 1909 bis 1959 lebte. Er hatte im Zweiten Weltkrieg einen von der damaligen Sowjetunion unabhängigen ukrainischen Staat ausgerufen - allerdings im Auftrag von Nazi-Deutschland. Bandera soll später in München von sowjetischen KGB-Agenten ermordet worden sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)